Projekt E - Unsere Elektroumbauten
PKW und Transporter auf Elektroantrieb umbauen

Batterie- und Ladetechnik

Batteriekasten

 


Die Batterien sollen zur besseren Gewichtsverteilung über der Hinterachse montiert werden.
Wir rechnen mit einem Gesamtgewicht (Batteriekasten + 32 Lithiumzellen) von etwa 230kg für die Hinterachse.

Der Batteriekasten wird großzügig und auf Zuwachs bemessen und  bei Heiko in Pfarrkirchen aus Aluminium geschweißt.

Die vorhandenen Aufnahmen des ehemaligen Kofferaufbaues tragen und sichern jetzt den Batteriekasten.


In diesem Zuge wird auch ein neuer Lampenträger mit modernen Rückleuchten angefertigt und der Unterfahrschutz als Aluminium-Profil ausgeführt. Hier soll später auch noch ein Rückfahrsystem verbaut werden.




Das mühsam erworbene H-Kennzeichen wird irgendwann einem modernen E-Kennzeichen weichen, aber bis dahin ist es noch etwas hin....


Die Pritsche befindet sich über den Batterien in der gewohnten Höhe. Die originalen Balken/Kanthölzer der Pritschenauflage werden durch Aluminium-U-Profile ersetzt.


Die neu angefertigte Pritsche ist teilweise klappbar gestaltet und ermöglicht komfortablen Zugang zum Batteriekasten.


 

Batterien

 


Für die Bauphase bestücken wir den Batteriekasten zunächst mit acht gebrauchten 12V-Batterien als provisorische Übergangslösung - falls wir doch mal einen Kurzschluß fabrizieren.
Die stammen aus einer teilweise defekten Notstromanlage und gab es zum Schrottpreis.
Sinnvoll fahren kann man damit nicht, aber für die Erstinbetriebnahme und Konfiguration sowie für den Test der Heizung und die ersten Probefahrten auf dem Hof reicht es aus.


Die Lithium-Batterien als teuerster Bestandteil der gesamten Umrüstung werden als letztes eingebaut.
Wir entscheiden uns beim ersten Batteriesatz für 32 Zellen a 200Ah, damit haben wir mit ca. 20kWh in etwa die gleiche Speicherkapazität wie auch zeitgemäße Serien-PKWs serienmäßig mitbringen.

Wie weit wir damit kommen, wird die Erfahrung zeigen, angepeilt sind zunächst mal etwa 120km.

Der Batteriekasten würde Platz bieten für etwa 30-40kWh ggf. bei leichter Modifikation des Kastens und/oder anderer Zellenauswahl.

Hinter dem Fahrerhaus habe wir gedanklich den Platz für einen zweiten Batteriekasten gleicher Größe vorgesehen.


Eine Zelle mit 200Ah.



Heiko hat über seinen Lieferanten gleich die Zellen zu Viererpacks verspannen lassen, das macht die Montage im Fahrzeug wesentlich einfacher.

Die aktiven Balancer links unten sorgen für einen gleichmäßigen Ladezustand der Einzelzellen.


Die originale 12V-Batterie für die sonstige Fahrzeugelektrik wird anstelle der Lichtmaschine jetzt von einem DC/DC-Wandler geladen. (Rechts im Bild neben dem Controler)


 

Batterieladegerät

 


Wir lassen die 12V-Batterie zunächst an ihrem gewohnten Platz im Fahrerhaus.

Daneben montieren wir das 96V-Ladegerät für die Lithium-Batterien. Vorerst begnügen wir uns mit einem 3,5kW-Lader.
Das ist ausreichend für das Laden über Nacht an der heimischen Steckdose und funktioniert bei Freunden und Bekannten notfalls auch an der Waschmaschinen-Steckdose.

Auch öffentliche Ladestationen bieten (fast) immer die Lademöglichkeit über einen einphasigen Schukostecker an.


 

Batteriemonitor/BMS

 


Zwei VICTRON-Batterie-Monitore zeigen zunächst alle aktuellen Parameter der Traktionsbatterie und der Fahrzeugbatterie.

Durch die Verwendung eines Bluetooth-Modules können die Batteriedaten wie Ladezustand etc. direkt auf ein Smartphone übertragen werden.

Auf Dauer stellt uns diese Lösung aber nicht zufrieden, ein vollständiges BMS gibt einfach mehr Sicherheit und einen besseren Überblick über den Batteriezustand, die Parameter und Leistungsdaten.

Ein Jahr später ersetzen wir deshalb die aktiven Ballancer  durch ein komplettes BMS von EMUS. 
Das BMS-Display von EMUS ersetzt damit auch die beiden Victron Batteriemonitore









Transverter


Die 20kWh, die wir bei voll geladenen Batterien gespeichert haben, sollen im Notfall auch dazu dienen Können, unser Haus und unsere Familie mit Notstrom zu versorgen. 
Hierfür montieren wir noch einen Transverter/Spannungswandler 110VDC -> 230VAC. der bis zu 2000W Dauerleistung liefern kann.

Bei sparsamen Verbrauch sollte eine Batterieladung für mindestens eine Woche Notstrom reichen, eine sinnvolle Katastrophenschutzmaßnahme.